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Über Marcus PDF Drucken E-Mail

Hier würden sicher die meisten Leute denken, dass ich von meinem Leben erzähle, aber ich möchte an dieser Stelle die Herkunft meines Vornamens erläutern.

Marcus ist abgeleitet von Mars.

Mars (auch Mavors, Marspiter, grch. Ares, etrusk. Maris) war einer der wichtigsten Götter des jungen Rom. Ursprünglich diente er als Vegetationsgott (Mars Silvanus). Als Kriegsgott wurde er dem griechischen Ares gleichgestellt und begleitete die Soldaten in die Schlacht. So wurden auch die Sagen an ihn angepasst, wie sein Verhältnis zu Venus (Aphrodite).

In Griechenland war der Ares-Kult nur von regionaler Bedeutung. Der Sohn von Zeus und Hera war bei Göttern und Menschen gleichsam verhasst und wurde öfters der Lächerlichkeit preisgegeben. Im Trojanischen Krieg übte er grossen Einfluss aus.

Er spendete Menschen, Tieren und den Feldern Fruchtbarkeit und Gesundheit, war aber auch für Unheil und Verwüstung derselben verantwortlich. Specht, Pferd, Stier und Wolf waren ihm heilig. Der Monat März wurde nach ihm benannt, da in diesem Monat der Winter ausgetrieben wurde.

Als Vater von Romulus und Remus war er Stammvater und Schutzherr Roms. Mit Iuppiter und Quirinus bildete er die alte patrizische Göttertrias. Als Pfand für das Gedeihen des Imperiums galt ein heiliger Schild, den der Gott während der Regentschaft von Numa Pompilius vom Himmel hatte fallen lassen. Um einen Raub zu erschweren wurde der Schmied Mamurius beauftragt elf gleichaussehende Schilde herzustellen. Das Priesterkollegium der Salier hütete seitdem diese zwölf Schilde.

Bei Festen zu Ehren des Mars wurden diese zu feierlichen Kriegstänzen getragen. Vor kriegerischen Auseinandersetzungen bewegte der Feldherr diese Heiligtümer, zu denen auch eine Lanze des Mars gehörte.

Das Feld (Campus Martius), wo das Heer vor der Stadt aufmarschieren konnte, war ebenfalls dem Gott geweiht. Dort stand auch ein dementsprechender Altar. Augustus liess auf dem Feld einen Tempel zu Ehren des Mars Ultor (dem Rächer des Mordes an Caesar) errichten.

In der Antike wurde Mars als junger, kräftiger Mann in Rüstung dargestellt. Im Mittelalter wandelte sich Mars zum Planetengott in zeitgemässer Rüstung und mit Brandfackel. Seine zerstörerische Kraft wurde hervorgehoben und seine Erregung soll zu Sünden verleiten. Minerva (grch. Athene) galt seit der Renaissance durch ihre weitsichtige Klugheit als seine Gegenspielerin.